Duales Studium: Wie funktioniert das eigentlich — und welches Modell passt zu dir, wenn du gerade Abi hast oder schon berufstätig bist? 

Folge diesem Guide und du weißt danach, wie du vorgehst: vom passenden Modell über den Ablauf bis zur Bewerbung. 

Das klären wir: 

  • Was ein duales Studium ist (kurz & verständlich) 
  • Vor- und Nachteile 
  • Welche Modelle es gibt (ausbildungsintegrierend vs. praxisintegrierend) 
  • Wie Ablauf, Praxisphasen und Organisation typischerweise funktionieren 
  • Was du bei Bewerbung, Voraussetzungen und Finanzierung beachten solltest 

Was ist ein duales Studium?

Ein duales Studium verbindet ein Hochschulstudium mit einer praktischen Tätigkeit oder einer Ausbildung in einem Unternehmen oder einer Einrichtung.  

Du studierst also an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW, früher als Fachhochschule (FH) bezeichnet) oder Berufsakademie, absolvierst gleichzeitig eine Ausbildung oder arbeitest in der Praxis – zum Beispiel in einer Klinik, einer sozialen Einrichtung oder einem Unternehmen. 

Typische Merkmale für ein duales Studium sind: 

  • Feste Ausbildungs- und Praxispartner: Du hast einen Vertrag mit einem Betrieb oder einer Einrichtung. 
  • Klare Struktur: Theoriephasen und Praxisphasen wechseln sich ab oder laufen parallel. 
  • Vergütung: In vielen Modellen erhältst du ein Gehalt oder eine Ausbildungsvergütung. 
  • Hohe Praxisnähe: Du wendest das, was du im Studium lernst, direkt im Berufsalltag an. 

An der Berufsakademie Nord in Hamburg bedeutet duales Studium immer: Du studierst einen Bachelor-Studiengang und bist gleichzeitig fest in der beruflichen Praxis verankert – entweder in einer Ausbildung oder in einem bestehenden Arbeitsverhältnis. 

Vorteile und Nachteile eines dualen Studiums

Ein duales Studium bietet zahlreiche Vorteile: 

  • Praxisnähe: Das duale Studium ist im Vergleich zu einem klassischen Studium stärker berufsorientiert. Die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis bereitet optimal auf den Berufseinstieg vor. Duale Studiengänge legen den Schwerpunkt darauf, theoretisches Wissen in der Praxis anzuwenden und praktische Kenntnisse theoretisch zu fundieren. 
  • Hoher Strukturierungsgrad: Im dualen Studium ist der Strukturierungsgrad deutlich höher als in einem klassischen Studium, da ein klar vorgegebener Studienplan Sicherheit und Orientierung bietet.  Die häufig als belastend empfundene individuelle Modulplanung entfällt und Studierende können sich voll auf das Lernen und die praktische Anwendung konzentrieren. 
  • Finanzielle Unabhängigkeit: Je nach Studiengang und Praxispartner erhalten Studierende eine Vergütung und können sich so das Studium leichter finanzieren. 
  • Gute Karriereperspektiven: Absolventen haben oft exzellente Chancen auf eine Übernahme in ihrem Unternehmen oder attraktive Alternativen auf dem Arbeitsmarkt, da eine enge Verzahnung von akademischer Bildung und 50% Berufspraxis bei Arbeitgebern gern gesehen wird. 
    Im Vergleich zu einer klassischen Berufsausbildung erleichtert der Bachelorabschluss den Zugang zu spezialisierten Rollen sowie Führungspositionen und erhöht die berufliche Mobilität, z.B. für das Arbeiten im Ausland.  
  • Doppelqualifikation: In der Regel erwerben Studierende nicht nur einen akademischen Abschluss, sondern auch einen zusätzlichen Berufsabschluss. 

Zusätzliche Vorteile bei uns:

  • Selbstverständlich sind unsere Studiengänge staatlich akkreditiert und anerkannt, vor allem aber sind sie auf deine Bedürfnisse und deine Karriere zugeschnitten.  
  • Wir sortieren nicht nach Noten. Bei uns musst du keinen Numerus Clausus erfüllen. Bei uns stehst du im Mittelpunkt. Bewirb dich einfach und los geht’s. 

Herausforderungen eines dualen Studiums

Neben den vielen Vorteilen bringt ein duales Studium auch einige Herausforderungen mit sich: 

  • Höhere Arbeitsbelastung: Die Kombination aus Studium und Ausbildung oder Arbeit kann anstrengend sein und erfordert ein gutes Zeitmanagement und Motivation. 
  • Weniger Freizeit: Im Vergleich zu einem klassischen Studium bleibt oft weniger Zeit für persönliche Interessen und Freizeitaktivitäten. 
  • Frühe Spezialisierung: Durch die enge Bindung an ein Unternehmen ist der Wechsel des Fachbereichs oder der Branche oft schwieriger. 
  • Digitalisierung: Duale Studienangebote gibt es häufig als Online-Studium. Dafür solltest du in der Lage sein, dich selbst von zuhause aus digital organisieren zu können. 

Was ist eine Berufsakademie

Eine Berufsakademie ist eine Hochschuleinrichtung, die sich auf duale Studiengänge spezialisiert hat. Im Unterschied zu einer klassischen Universität oder Hochschule für angewandte Wissenschaften/Fachhochschule sind Studium und Praxis hier von Anfang an fest miteinander verzahnt: 

  • Die theoretischen Anteile finden an der Berufsakademie statt. 
  • Die praktischen Anteile finden bei Praxispartnern wie Kliniken, sozialen Einrichtungen oder Unternehmen statt. 
  • Studieninhalte und Praxisphasen sind miteinander abgestimmt, damit du beides gut verbinden kannst. 

Die Berufsakademie Nord in Hamburg ist genau so eine Einrichtung: 

Wir bieten dir duale Bachelorstudiengänge im Gesundheitswesen, in der Sozial- & Gesundheitspädagogik und im Kommunikationsdesign an – immer in enger Kooperation mit Ausbildungs- und Praxispartnern in Hamburg und Norddeutschland. 

Was ist besser: Duales Studium oder klassisches Studium?

Diese Frage lässt sich leider nicht pauschal beantworten.  

Hier ist eine Reihe an Kriterien, die dir bei der Entscheidung helfen können. 

Was für ein Lerntyp bist du? Was motiviert dich?  

Ein duales Studium passt gut zu dir, wenn du Struktur, klare Abläufe und viel Praxis magst. Das Studium folgt einem klar vorgegebenen Studienplan mit festen Modulen und Zeitabläufen. Das gibt Sicherheit und erleichtert die Planung. 
Ein klassisches Studium bietet dagegen mehr Freiheit und Wahlmöglichkeiten – ideal für dich, wenn du dein Studium flexibel gestalten möchtest, eigenständig Schwerpunkte setzen willst und Raum für Exploration brauchst. 

Wie wichtig ist dir praktisches Arbeiten? 

Im dualen Studium bist du direkt in der Praxis. Du sammelst kontinuierlich praktische Erfahrungen in Unternehmen und Einrichtungen und knüpfst früh berufliche Kontakte. 
Ein klassisches Studium ist häufig theoretischer – mit der Möglichkeit, Praktika freiwillig zu wählen und Schwerpunkte individuell zu setzen. 

Was möchtest du studieren? 

Je nachdem welches Fach du studieren möchtest und welcher Beruf dich interessiert, kann die Entscheidung unterschiedlich ausfallen. 

An der Berufsakademie Nord bieten wir duale Studiengänge im Gesundheitswesen und in der Sozial- & Gesundheitspädagogik an. In diesen Bereichen basiert das Berufsbild in der Regel auf klassischen Ausbildungsberufen, beispielsweise als Physiotherapeut:in oder Erzieher:in. Hier ist ein duales Studium vorteilhaft, da die praktische Erfahrung durch wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse vertieft und die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten erweitert werden. 

Ein duales Studium im Kommunikationsdesign ist im Vergleich zum klassischen Studium berufsorientierter. In Verbindung mit der Ausbildung an einer Designschule erlernst du das technischen Umsetzungshandwerks wie z.B. Typografie, Satz, Design-Software, Layout sehr gründlich. Dazu hast du früh Kontakt zu Kreativbranchen und kannst dein berufliches Netzwerk aufbauen. 

NC vs. Bewerbungsverfahren bei Unternehmen und Berufsfachschulen 

Der Zugang zu klassischen Studiengängen erfolgt in der Regel über formale Kriterien wie die Abiturnote (Numerus Clausus) oder hochschulinterne Auswahlverfahren. Der Bewerbungsprozess ist standardisiert und vergleichsweise transparent. Er bewertet vor allem schulische Leistungen und ermöglicht einen niederschwelligen Zugang. Kritisch ist jedoch, dass Motivation, praktische Fähigkeiten und persönliche Eignung kaum berücksichtigt werden, sodass die Passung zum Studiengang nicht immer gegeben ist. 

Der Zugang zu dualen Studiengängen erfolgt über eine Bewerbung bei Unternehmen oder Berufsfachschulen, oft kombiniert mit Auswahlgesprächen, Arbeitsproben oder Eignungstests. Dieser Prozess ist aufwendiger, erlaubt aber eine differenzierte Bewertung von Motivation, Praxisnähe und persönlicher Eignung. Dadurch ist die Passung zum Studium und zur Ausbildung häufig höher. Gleichzeitig ist der Zugang weniger transparent und durch begrenzte Plätze stärker selektiv. 

Wie wichtig ist dir persönliche Betreuung? 

Die Studiengänge an Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) haben in der Regel größere Studentenzahlen. An Berufsakademien sind die Kurse dagegen oft kleiner und überschaubarer. An der Berufsakademie Nord legen wir großen Wert auf eine persönliche und individuelle Betreuung. Studiert wird in kleinen Gruppen. Unsere Professor:innen und Dozent:innen sind für die Studierenden immer erreichbar und unterstützen sie gerne.   

Falls du unsicher bist, welche Studienform für dich die richtige ist, kannst du dich für die Bereiche Gesundheitswesen (Therapie & Pflege), Sozial- & Gesundheitspädagogik und Kommunikationsdesign, Mediengestaltung, Game Art und Illustrationsdesign gerne bei uns beraten lassen. Schreibe einfach eine Mail an kontakt@ba-nord.de

Arten des dualen Studiums

An der BA Nord bieten wir zwei Varianten des dualen Studiums an: 

»Ausbildungsintegrierendes« duales Studium: 

Parallel zum Studium wird eine Berufsausbildung absolviert, sodass ein doppelter Abschluss (international anerkannten Bachelor-Abschluss + staatlich anerkannten Ausbildungsabschluss) erworben wird. Die Ausbildung ist integraler Teil des Studiums und die Ausbildungsinhalte werden als Studienleistung angerechnet. In diesem Modell hast du Vorlesungen und Berufsschulunterricht sowie Praxisphasen. Diese sind passgenau aufeinander abgestimmt, so dass der Lernaufwand zwar anspruchsvoll, jedoch auch machbar ist. So finden z. B. in der Vorbereitungs- und Prüfungsphase des Examens der Ausbildung keine Vorlesungen oder weitere Prüfungen im Studium statt. 

Unsere Absolvent:innen profitieren von einer besonders breiten Qualifikation und sind sowohl akademisch als auch praktisch bestens vorbereitet.  

»Praxisintegrierendes« duales Studium: 

Diese Version des dualen Studiums richtet sich an zwei Zielgruppen: 

Zum einen an Berufstätige, die bereits eine abgeschlossene Ausbildung haben und sich parallel zum Beruf (berufsbegleitend) akademisch weiterbilden wollen, um ihre Karrierechancen zu verbessern oder sich für höhere Positionen zu qualifizieren. 

 Zum anderen an Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Ausbildung, die sich direkt im Anschluss an die Ausbildung akademisch weiterqualifizieren möchten. 

Ohne Abitur dual studieren — geht das? 

Ja, in vielen Fällen kann man auch ohne Abitur dual studieren. Du brauchst dafür nicht zwingend die klassische Hochschulreife. Je nach Bundesland und Hochschule reichen oft auch eine passende Berufsausbildung, mehrjährige Berufserfahrung oder eine anerkannte Aufstiegsfortbildung (z. B. Meister, Fachwirt). Wichtig ist: Die genauen Voraussetzungen sind nicht überall gleich – und manchmal entscheidet auch der konkrete Studiengang mit. 

Wenn du wissen willst, welche Wege für dich konkret passen (und was du dafür nachweisen musst), schau hier rein: Duales Studium ohne Abitur

Voraussetzungen für ein duales Studium im Überblick 

Für ein duales Studium brauchst du: 

  • Lust auf praktisches Arbeiten und Theorie
  • Motivation, den zusätzlichen zeitlichen Aufwand im dualen Studium zu stemmen
  • Eine Hochschulzugangsberechtigung (z. B. Abitur, Fachhochschulreife – oder je nach Weg auch ohne Abitur)
  • einen Vertrag mit einem Ausbildungspartner (Berufsfachschule/Unternehmen)
  • und natürlich einen Studienplatz an einer Berufsakademie oder Hochschule für angewandte Wissenschaften.
  • Viele Ausbildungspartner achten außerdem auf gute Basics in Mathe/Deutsch/Englisch (je nach Studiengang), Zuverlässigkeit und dass Du Lust hast, mit anzupacken.

Klingt machbar? Ist es auch.

Kosten und Gehalt

Wie viele Stunden arbeitet man im dualen Studium? 

Im dualen Studium bist du nicht „nur“ Studi, sondern auch ganz normal im Arbeitsmodus. Wie viele Stunden du arbeitest, hängt vom Modell ab: 

Praxisphasen-Modell (Block): In den Praxisblöcken arbeitest du meist Vollzeit, also grob 35–40 Stunden pro Woche – je nach Unternehmen und Branche. In den Theorieblöcken bist du dann überwiegend in Vorlesungen, Projekten und Selbststudium. 

Wochenmodell (geteilt): Manche Studiengänge teilen die Woche auf (z. B. 2–3 Tage Hochschule, 2–3 Tage Betrieb). Unterm Strich kommt’s auch hier oft auf eine Vollzeit-Woche hinaus – nur anders verteilt.  

Wichtig: Dazu kommt Lernzeit. Hausarbeiten, Prüfungen, Projekte – das läuft oft oben drauf. Heißt übersetzt: Dual ist machbar, aber kein „Halbtags-Studium“. Wenn Du Struktur magst und gern Klar Schiff machst, passt das ziemlich gut. 

So viel bezahlst und verdienst du in einem dualen Studium 

Beim dualen Studium geht’s nicht nur um Inhalte, sondern auch ums Geld – und da gilt: Es gibt zwei Seiten der Rechnung: Kosten und Vergütung. Je nach Modell kann es sein, dass Studiengebühren anfallen (z. B. an privaten Hochschulen oder Berufsakademien). Dazu kommen oft die üblichen Posten wie Semesterticket, Lernmaterialien, Fahrtkosten oder – wenn Du umziehst – Miete. 

Auf der anderen Seite steht das, was viele am dualen Studium feiern: Du verdienst in vielen Fällen von Anfang an Geld. Meist bekommst Du ein Ausbildungsgehalt oder eine monatliche Vergütung, die sich an Ausbildungsgehältern oder an firmeneigenen Vergütungsmodellen orientiert. In manchen Fällen übernimmt das Unternehmen sogar Studiengebühren ganz oder teilweise – und manchmal gibt’s obendrauf Extras wie Fahrtkostenzuschuss, Laptop oder Weiterbildung. 

Unterm Strich:  

Dual kann sich finanziell richtig lohnen – aber die Details sind je nach Studiengang, Hochschule und Unternehmen unterschiedlich. Wenn Du’s genau wissen willst, frag früh nach: Was zahlt das Unternehmen? Was kostet die Hochschule? Und was bleibt am Ende wirklich übrig? 

Bewerbung und Studienplatzsuche

Im Allgemeinen gibt es zwei Wege, einen dualen Studienplatz zu finden: 

  1. Direktbewerbung bei einem Unternehmen: Nach erfolgreicher Bewerbung kümmert sich das Unternehmen um die Einschreibung an der kooperierenden Hochschule. Dies bietet den Vorteil, dass du von Anfang an eine enge Bindung zum Unternehmen aufbaust.
  2. Bewerbung an einer Hochschule: Im Rahmen der Zulassung suchst du eigenständig ein Partnerunternehmen oder Berufsfachschule, oft mit Unterstützung der Hochschule. Dies kann eine größere Flexibilität bieten, erfordert jedoch Eigeninitiative und Engagement. 
  3. Bewerbung bei uns *hust*: Wir verfügen über ein großes Netzwerk an Ausbildungs- und Praxispartnern. Du kannst dich also bei uns bewerben, bekommst einen Partner an die Hand oder wir helfen dir bei der Suche nach einem passenden Partner. 

Bis wann muss man sich für ein duales Studium in 2026 beworben haben? 

Viele Unternehmen schreiben duale Studienplätze bereits ein Jahr vor Studienbeginn aus. Besonders in gefragten Branchen empfiehlt es sich, sich frühzeitig zu informieren und zu bewerben. Die Bewerbungsfristen variieren je nach Hochschule und Unternehmen. Da die Nachfrage nach dualen Studienplätzen hoch ist, lohnt es sich, verschiedene Möglichkeiten zu prüfen und sich auf mehrere Stellen parallel zu bewerben. 

Zum Vertrag – die Klauseln erklärt 

Im dualen Studium ist der Vertrag dein Fundament. Meist unterschreibst du einen Ausbildungsvertrag/Arbeitsvertrag mit dem Ausbildungs-/Praxispartner und hast zusätzlich eine Studienvereinbarung mit der Berufsakademie oder Hochschule. Klingt trocken, ist aber wichtig: Hier steht schwarz auf weiß, was du bekommst (Geld, Unterstützung, Urlaub) und was von dir erwartet wird (Arbeitszeit, Leistungen, Bindung). Also: genau durchlesen, bevor du unterschreibst. 

Standard-Klauseln 

Diese Punkte findest du in vielen Verträgen: 

  • Vergütung & Zahlungszeitpunkt: Was bekommst Du monatlich, gibt es Sonderzahlungen, wann wird überwiesen? 
  • Arbeitszeit & Einsatzort: Wochenstunden, Schichtmodelle (falls relevant), Überstundenregelungen, Standort(e), ggf. Homeoffice-Regeln. 
  • Urlaub & Freistellung: Wie viele Tage, wie wird Urlaub in Theoriephasen geregelt, gibt’s Lern-/Prüfungsurlaub? 
  • Probezeit: entspricht der gesetzlichen Regelung für die Ausbildung und liegt zwischen 1-4 Monaten – wichtig, weil in der Zeit von beiden Seitenleichter gekündigt werden kann. 
  • Dauer & Ablauf: Startdatum, Laufzeit, Praxis-/Theoriephasen, ggf. Übernahmeoptionen. 
  • Pflichten beider Seiten: 
    • Du: Mitwirkung, Leistungsnachweise, Krankmeldung.
    • Unternehmen: Betreuung, Einsatz, ggf. Kostenübernahme. 
  • Kündigungsregelungen
  • Datenschutz & Verschwiegenheit: Standard, gerade wenn Du mit internen Infos arbeitest. 

Zusatzvereinbarungen 

Hier solltest du genau hinschauen: 

  • Rückzahlungsklauseln bei Studienabbruch: Was musst du bei bei vorzeitigem Abbruch des Studiums zurückzahlen, wenn das Unternehmen deine Studiengebühren zahlt? 
  • Bindungsklausel nach dem Studium: Wenn ein Unternehmen deine Studiengebühren finanziert und in dich investiert, ist es fair, dass sie dich für eine Zeit an sich binden wollen. Diese Zeitdauer hat rechtliche Grenzen und muss “angemessen” sein. Als Faustregel gelten ca. 2 Jahre bei einem dualen Studium, das 3-4 Jahre dauert. Auch in diesem Fall gibt es häufig Regelungen für die (anteilige) Rückzahlung der Studiengebühren, wenn du vor Ablauf der Bindungsdauer kündigst.  
  • Erwartete Studienleistung: Du solltest den Arbeits- bzw. Ausbildungsvertrag genau prüfen, welche Studienleistungen von deinem Arbeitgeber/Ausbildungspartner erwartet werden. Da das duale Studium eine Verzahnung von Theorie und Praxis darstellt, sind Leistungen wie das Einhalten von Notendurchschnitten oder das Bestehen von Modulen als betriebliche Ausbildungsziele in Verträgen zulässig. 

Schlusswort

Ein duales Studium bietet eine praxisnahe Alternative zum klassischen Hochschulstudium und erleichtert den Berufseinstieg. Ob mit oder ohne Berufsausbildung – das duale Studium kombiniert Theorie und Praxis optimal und bietet sehr gute Karriereaussichten. Es ist besonders für leistungsbereite, engagierte und gut organisierte Studierende eine hervorragende Möglichkeit, sich eine starke berufliche Basis zu schaffen und frühzeitig wertvolle Kontakte in der Arbeitswelt zu knüpfen.